Klagen ohne Risiko 
 Schadenersatz gegen Diesel-Betrug 

Am 18.9.2015 platzte der VW-Diesel-Skandal. Die amerikanische Umweltbehörde beschuldigte den VW-Konzern öffentlich, Behörden und Kunden durch eine Manipulation der Abgasmessungen am Prüfstand (Abgasreinigung ein am Prüfstand, Abgasreinigung aus oder reduziert im realen Fahrbetrieb) betrogen zu haben. In den USA hat VW bislang über 26 Milliarden Euro (!) für 600.000 betroffene Fahrzeuge an Strafen und Schadenersatz bezahlt. In Europa hat VW nur Updates der Steuerungssoftware angeboten, aber keine Hardware-Nachrüstung und insbesondere keinen Cent Schadenersatz. Das bei weltweit rund 11 Mio betroffenen Fahrzeugen!

VSV-Sammelaktion 1 (Frist: 31.8.2019) - EA 189 1,6 und 2,0 Liter Diesel Euro 5

Was die kleineren Motoren von VW/Audi/SEAT/Skoda betrifft (EA 189, 2.0 Liter Diesel Euro 5) ist seit 1.11.2018 gegen VW in Deutschland eine Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) gegen VW anhängig. An diese Klage kann man sich - kosten- und risikolos - anschließen. Man muss sich dazu bis spätestens 29.9.2019 in das Klageregister beim Bundesamt für Justiz eintragen. Der VSV unterstützt seine Mitglieder bei der Erstellung einer rechtsrichtigen Anmeldung bei diesem Register. Am 30.9.2019 findet dann in Braunschweig die erste öffentliche Verhandlung statt. Durch eine Anmeldung beim Klageregister wird die Verjährung von Schadenersatzansprüchen - so die Lehre - mit dem Zeitpunkt des Einbringens der Musterfeststellungsklage gestoppt. Ziel der Klage sind Feststellungen (dass Abschalteinrichtung illegal ist, dass VW haftet, ...) aber noch keine Befehle, Schadenersatz tatsächlich zu zahlen. Werden diese Feststellungen im Sinne des vzbv vom Gericht getroffen, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder kommt es zu einem Gesamtvergleich (aus dem man sich aber abmelden könnte) oder man muss nun selbst VW auf Leistung klagen. Für diesen Fall wird der VSV versuchen, eine Sammelklage zu organisieren. 

VSV-Sammelaktion 2 (vorläufige Frist: 30.11.2019) - Audi 3,0 und 4,2 Liter Diesel Euro 6

Wie sich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, hat Audi die Motoren für die größeren Fahrzeuge des VW-Konzernes (3.0 u 4.2 Liter Diesel Euro 6) gebaut. Dabei wurde ebenfalls eine Manipulationssoftware eingebaut. Diese Fahrzeuge wurden bis 2018 verkauft. Das zum Teil auch trotz gegenläufiger Bescheide des dt. Kraftfahrt Bundesamtes. In Deutschland wurde vor wenigen Wochen deshalb gegen den damaligen Vorstand von Audi Strafanklage erhoben. Der VSV hat - über die Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH (www.poduschka.at) - die entsprechenden Bescheide in einer Sachverhaltsdarstellung der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) angezeigt. An das strafrechtliche Ermittlungsverfahren kann man sich - kosten- und risikolos - als Privatbeteiligter anschließen. Der VSV unterstützt seine Mitglieder bei der Erstellung einer rechtsrichtigen Anmeldung bei der WKStA. Durch diese Anmeldung wird die Verjährung von Schadenersatzansprüchen gehemmt, man kann am Verfahren mitwirken und es kann - im Fall einer Verurteilung - auch der Schadenersatz gleich zugesprochen werden. 

Wenn Sie bislang keine Schritte zur Verfolgung von Schadenersatzansprüchen gegen VW gesetzt haben, dann ist das Ihre letzte Chance. Die Chancen, sich bei Gericht durchzusetzen stehen jedenfalls - so die deutsche Judikatur bisher - sehr gut.

VSV-Sammelaktion 3 (dzt unbefristet) - Dieselmotoren weiterer deutscher Hersteller

Das dt. Kraftfahrt Bundesamt (KBA) hat auch weitere Dieselfahrzeuge anderer Hersteller (Daimler, BMW, Opel) wegen Fehler in der Abgasreinigung zurückgerufen. (Die EU-Kommission prüft im Übrigen Absprachen der deutschen Automobilindustrie in Sachen Abgasreinigung.) Auch zu diesen Fahrzeugen wird es über kurz oder lang zu Schadenersatzklagen kommen. Wenn Sie ein betroffenes Fahrzeug haben und regelmäßig vom VSV zur rechtlichen Situation informiert werden wollen, dann nehmen Sie bitte an der Sammelaktion 3 teil.